Günter Baby Sommer
- Dresden, Februar 2005 -
„Meine Eindrücke beim ersten Hören dieses Trios. In scheinbarer Beiläufigkeit wird hier ein Netzwerk von hoher Interaktion gestrickt. Scheinbare Strukturlosigkeit verwandelt sich schnell in ein raffiniertes Kompositionsprinzip. Scheinbare Abgeklärtheit wechselt schlagartig zu höchster Intensität. In scheinbarer Absichtslosigkeit werden wir in ein Spannungsfeld gezogen, aus dem wir beim Zuhören nicht entkommen, es sei denn, wir verlassen das
musikalische Aktionsfeld.
Diese Musik verlangt einen aktiven Zuhörer, der seinen Verstand nicht mit dem Mantel an der Garderobe abgibt. Das Trio Gropper, Graupe, Lillinger ist eine Bereicherung für die neue junge Szene und ein Glücksfall für den, der es live erleben kann.“
Jungen Welt zum Jazzfest Nechlin
- 18. Juli 2005 -
„Drei vorzüglich ausgebildete Musiker, voll spielerischer Leidenschaft. Permanent wechselte der Gestus der Musik. Drei Instrumentalisten im Spiel und Widerspiel. Polyrhythmik, niemals Vierviertelterror, keine blinde Virtuosität - lebendige, sinnlich packende Musik.“
Ostsee-Zeitung „Modern Jazz im Koeppenhaus“
- 10. Dezember 2005 -
„Greifswald. Eine zweite Zugabe gab es nicht. Zwar erklatschte sich das Publikum dies anfänglich noch fordernd und ließ den Beifall vor der letzten Verbeugung der Musiker noch einmal aufflammen. Aber mit dem gut zweistündigen Auftritt verschenkte sich das Trio „Hyperactive Kid“ am Donnerstag letztlich nicht die Gunst der Zuhörer.
Die drei Berliner kehrten nach längerer Zeit wieder in die Gründungsstadt ihrer Formation zurück und stellten im Café Koeppen ihr neues Programm vor. „Wir freuen uns, wieder hier zu sein“, gestand der Gitarrist Ronny Graupe bei seiner Begrüßung. Mit ein paar Tupfern auf dem Schlagzeug, die von Tenorsaxophon und siebensaitiger E-Gitarre aufgegriffen wurden, startete „Hyperactive Kid“ zu einem anregenden Abend durch. Hinter bizarren Titeln wie Kruste, Püppchen, Rostende Löffel oder Ländler standen zuweil lustige Begebenheiten. Die motivisch-akkustische Arbeit des Trios jedoch sprach für sich. Knackige Themen und wendige Improvisationen wechselten sich innerhalb der lebendigen Eigenkompositionen nach vorbereitendem Blickkontakt einander ab. Das gleichzeitige Spiel Philipp Groppers auf Tenor- und Sopransaxophon, der mal rockige, mal durch die Benutzung des Bogens imitierte Klang von Cellos und Geige auf der E-Gitarre und dem nach eigenem Gusto den Rhythmus oder Thema abändernden Christian Lillinger gehören zu den vielen begeisternden Spontaneitäten des Auftritts. Der eingängige „Rocker Tilo“ bildete als Zugabe in seiner Schlichtheit einen krönenden Abschluss.“
www.jazzimage.de „Hyperactive Kid im A-Trane“
- 4. Oktober 2006 -
„Was soll man dazu sagen, wenn man schon so vieles super fand? Philipp Gropper (sax), Ronny Graupe (g) und Christian Lillinger (dr) sind sensationell (das Wort habe ich hier noch nie verwendet) gut. Das ist einstudierte freie Improvisation. Die Jungs gehören auf internationale Festivals. Was die da vorbereitet und rübergebracht haben (Virtuosität, Musikalität und Perfektion), begeistert den bewundernden Fan und den staunenden Fachmann.“